Archiv für April 2013

Karneval bis jetzt

Soviel zu meinem Versprechen… ich sollte vorsichtig sein was ich sage – Nunja, aber besser spät als nie, kommt nun doch noch der Bericht von unserem Karneval in Recife – da Bilder bekanntermassen ja mehr sagen als Worte, will ich das ganze mal versuchen anhand von Bildern zu dokumentieren :)

Offiziell startete Karneval Freitagabend, mit grossem Eröffnungsfeuerwerk – für uns ging´s Samstagvormittag los…:

carnaval1
Tausende am Feiern und wir mittendrin – von links nach rechts: Ich, Käpt´n Phil, Timo, Kyle, Cecilie, Alice und Jo…
Alice und Cecilie stiessen vor Beginn des Karnevals zu uns aufs Boot. Von da an wohnten wir zu siebt auf der Libertalia :)

carnaval2

carnaval3
Natürlich fehlte auch in Recife der klassische Umzug nicht…

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carnaval5

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Den Samstagmittag verbringen wir noch in Recife – gegen Abend entdecken wir Olinda als DEN Karnevals-Spot wo wir den Rest des Karnevals verbringen werden… Oooolindaaa – Oooo…:)

Die nächsten Bilder müssen unbedingt als Serie betrachtet werden…:

serie1
serie2
serie3
serie4
Man beachte worauf Phil’s Aufmerksamkeit gerichtet ist… ;) (und Jo’s…)

carnaval8

carnaval9
Eines Tages verkleiden auch wir uns :)

Wie es dann weiterging werde ich jetzt mal in der Kurzfassung schreiben – einfach schon zu lange her und zu viel zwichendrin los gewesen…
Noch ca. 2 weitere Wochen verbringen wir an Bord der Libertalia – es gefällt uns einfach zu gut – ausserdem schlittern wir von einer Grillparty in die nächste und verkatrert kann ja schliesslich keiner losradeln ;)

Schliesslich trauen wir uns dann irgendwann, die Räder aus ihrem Loch unter Deck zu holen, zu inspizieren und zusammenzubauen. Lass uns sagen, es hätte schlimmer sein können – während Jo’s Rad das Salzwasser weitestgehen unbeschadet überstanden hat, muss ich mein komplettes Vorderrad neu einspeichen, da diese KOMPLETT durchgerostet waren… Zum Glück gibt es in Recife mehr als genug Fahrradläden!

raeder an deck

Eines Tages machen wir einen Ausflug mit der ganzen Gruppe, welche übrigens mittlerweile auf acht gewachsen ist – Niklas, alias „Alter Schwede“ stiess dazu, in den Touri-Ort „Porto de Galinhas“. Wir geniessen den Strand und Schnorcheln – dam mann hier wunderbare Riffe vor der Küste hat.

starnd-galinhas

jo schnorchelt

fische
Das erste mal dass ich so viele bunte Fische auf einem Haufen sehe – Wow!!

Schliesslich geht es dann doch los und wir machen unsere ersten Radelversuche auf dem Südamerikanischem Kontinent. An die Hitze müssen wir uns erst noch gewöhnen – meist machen wir mehrere Stunden Mittagschlaf und kommen so nur wenige Kilometer pro Tag voran…
Als Jo schliesslich erfährt, dass er heim muss befinden wir uns gerade etwas im Inland, kurz vor Goiana – die Strassenverhältnisse an der Küste waren weniger radelbar…
Nachdem wir uns verabschiedet hatten ging es für mich mit gemischten Gefühlen erstmal allein weiter – entlang der BR101, einer grossen Bundesstrasse, durchaus mit einer Autobahn zu vergleichen. Dafür aber mit breiten Seitenstreifen und durchgehend bis Natal – ohne plötzlichem Ende an einem Fluss oder ähnlichem…
Nach ein paar Tagen reinem Kilometerkillens an dieser unschönen Strasse komme ich nach Natal – dort treffe ich die aktuelle Libertalia-Crew, bestehend aus Phil und Kyle, wieder.
Ausserdem treffe ich Cecilie und Alice, welche das Boot aufgrund von Seekrankheit verlassen haben, wieder. Sie wollen sich mir für einige Zeit anschliessen und legen sich Räder und Equipment zu. Zwei Wochen später sind sie auch tatsächlich bereit, besser gesagt Alice ist bereit. Also radeln wir zu zweit los, Cecilie wird sich uns eine Woche später anschliessen…

drei

Am Strand in São Miguel do Gostoso:
haengematte

nice spot

agua de coco

platten
Der Tag der platten Reifen – vier Platten an einem tag, verteilt auf zwei Räder… Dank meiner Marathon-Plus-Reifen blieb mein Rad verschont. (By the way: nur drei Platten auf über 4000km können sich sehen lassen…! Toitoitoi!!)

schoen
Schön!

nur probleme
Nur Probleme mit diesen brasilianischen Billigrädern…!

auch schoen
auch schön!

probleme
wie gesagt, nur Probleme ;)

In Areia Branca ist es dann schliesslich soweit – Cecilies Rad macht es nicht mehr und den Beiden geht die Zeit aus – also heisst es Bus für die Norwegerinnen und für mich allein weiterradeln. In den folgenden drei Tagen mache ich ordentlich Kilometer, zum Grössten Teil habe ich wunderschöne bis schöne Strassen, alle geteert und dan den Strand verirre ich mich nur einmal…(Ich habe mir geschworen, NIE mehr am Strand zu radeln – aus verschiedenen Gründen: Erstens bedeutet der Strand den Tod für mein armes Rad, zweitens ist es alles andere als spassig das voll beladene Rad kilometerlang durch den Sand zu schieben, weil Felsen den Strand unpassierbar machen…)

sandrad
Sand, einfach überall, nach den Strandfahrten stand erstmal Waschanlage auf dem Programm! Achja, den x-ten Speichenbruch sieht man hier übrigens auch, mittlerweile bin ich recht schnell im Speichen wechseln ;)

Vorgestern erreiche ich dann schliesslich Fortaleza – und treffe abermals die Crew der libertalia wieder! :)
Selbstverständlich stürzen wir uns ins Nachtleben und den gestrigen Tag verbringe ich im Bett, bzw. der Hängematte.
Mit Kyle werde ich den in näherer Zukunft den Amazonas hochschippern – das gilt es jetzt etwas zu planen und uns zu informieren….

Soweit von mir, ich hoffe es geht euch allen wunderbar! Macht es ganz gut, lasst von euch hören und geniesst die ersten warmen Tage…! :)

Ich beende jetzt die Marathon-Computer-Sitzung und freue mich auf eine Riesenportion Açai…!

Alles Liebe, euer Arne

P.S.: Hab das jetzt alles runtergeschrieben ohne gross auf Grammatik und/oder Tippfehler zu achten… hoffe es hält sich in Grenzen!