Hallihallo und Bonda ihr alle!

Wird wohl mal wieder Zeit fuer einen etwas ausfuehrlicheren Bericht dachte ich(Arne) mir so, et voilà:

Nachdem wir einen Monat auf der mir unglaublich sympathischen Hippie-Insel Gomera inmitten lauter Freaks und spannender Menschen verbirngen durften – viele Freundschaften sind hier entstanden und am liebsten waere ich noch eine ganze Weile geblieben…! – sind wir vor zwei Tagen heil und sicher mittlerweile auf Sal eine der noerdlichen Kapverdischen Inseln angekommen.

Unser Gomera-Aufenthalt wurde durch unser Date mit Anna und Frank, unserem Boots-Lift mit dem Ziel Brasilien, beendet – es waurde also Zeit Abschied zu nehmen. Abschied von eineer Insel, deren Natur unglaublich beeindruckend ist; riesige, steile Berge, vier verschiedene Klimazonen, Lavagestein, wilder Spinat, Aloe Vera und Tomaten wachsen einfach so ueberall… Naemlich aufgrund des Regens der uns in den ersten eineinhalb Wochen oefters mal nass gemacht hat – der nach einem Jahr kompletter Trockenheit aber auch bitter noetig war. In dieser Zeit gab es so viele Regenboegen zu sehen (auch zwei- bis dreifach!!) wie ich wahrscheinlich in meinem ganzen Leben davor gesehen hab…

Waehrend sprachlich auf Gomera eindeutig Deutsch gefolgt von Englisch vorgeherrscht hat, steht jetzt franzoesisch auf dem Programm – die einzig gesprochene Sprache an Bord von Bilbo – dem Boot auf dem wir jetzt schon fast eine Woche verbringen.
Eine kurze Beschreibung unseres Bootsalltags, waehrend wir auf See sind:
Im Gegensatz zur Dasi, gibt es an Bord von Bilbo keine Selbssteuerungsanlage, das heisst selber steuern. IN zwei-Stunden-Schichten wird sich Tag und Nacht abgewechselt. (zwei Stunden sind auch wirklich ausreichend, bei staerkerem Wind und dementsprechend staerkeren Wellen, spuert man seine Arme danach doch deutlich ;) ) Beim Steuern gilt es, darauf zu achten, den Kurs zu halten und nach anderen Booten Ausschau zu halten. Wenn man grad nicht an der Ruderpinne sitzt, kann man lesen, schlafen, Essen sich unterhalten, spuelen oder tun was sonst so an kleineren Arbeiten am Boot anfaellt – sofern das bei der Schaukelei moeglich ist. INsgesamt hat man also Zeit ohne Ende :) Langweilig wird es trotzdem nie.

So langsam duerfen wir uns schonmal ein bisschen an portugiesisch gewoehnen – Gestern verbrachten Jo und ich den Abend in Palmeira, betranken uns mit Einheimischen und unterhielten uns mit Haenden und Fuessen, sowie spanisch-, englisch-, und franzoesisch-Brocken… und meine ersten zwei Woerter portugiesisch oder Kreolisch – ich weiss nicht so genau – hab ich schon lernen koennen…

Morgen oder uebermorgen ist angedacht nach Boa Vista zu segeln, dann vielleicht noch eine weitere der suedlichen Inseln und anschliessend steht dann die Ueberquerung an – Essen ist eingekauft, Boot ist fit, dem ganzen steht also nichts im Weg:) IN Brsilien wird (planmaessig) Belem oder Macapa angesteuert – nur habe ich bisher die Erfahrung gemacht dass vieles beim Segeln anders kommt als geplant…

Der Liste an spannenden Meeresbewohnern, welche wir sehen konnten koennen jetzt noch fliegende Fische begefuegt werden! Die machen das um vor den Doraden zu fliehen, die sie jagen – wir wiederum haben die Doraden „gejagt“, beziehungsweise geangelt – der wohl frischeste Fisch in meinem Leben den ich gegessen habe. Mal sehen was noch kommt?!

So, ich habe genug von dem Computer mittlerweile(unglaublichst langsam) ausserdem wird es dunkel und ich hab ziemlich Hunger – Zeit auf das Boot zurueck zu paddeln, das im Hafen vor Anker liegt… :)

Es geht euch allen hoffentlich gut? Habt Weihnachten gut rumgebracht und das neue Weltenzeitalter begruesst?!
@Manu: deine Gruesse haben uns doch noch vor Brasilien errreicht :)

Alles, alles Liebe euch allen und einen guten Rutsch!!