Cheguei na Belém!

Huhu Ihr Lieben!

Vor zwei Wochen bin ich jetzt schon in Belém angekommen – eine der längsten Etappen bisher ohne grössere Pausen.
Damit habe ich bisher knappe 3000 km in Brasilien radelnd zurück gelegt(2985 um genau zu sein…).

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Nachdem in Fortaleza nocheinmal ein Revival mit der Libertalia-Crew gefeiert wurde, bin ich schliesslich los- bzw. weitergeradelt. Ich hielt mich an die Küste, sogut es ging – aus zweierlei Gründen: Einerseits erleichtert der tägliche Zugang zum Meer die Körperhygiene, andererseits ist es in der Küstengegend meist flacher – und Berge kommen noch früh genug, ne?!
Nur wurde die Maxime des Küstenradelns zusehends schwerer, je weiter westlich ich kam: die Küste immer zerklüfteter, weniger dicht besiedelt und die Zahl der Flüsse(ohne Brücken) nahm deutlich zu. Gleichzeitig nahm die Dichte des Strassennnetzes im Allgemeinen immer mehr ab… Ich musste mich also immer wieder von der Küste verabschieden und als ich in Tutòia erfuhr, dass es die Strasse nach Barreirinhas gar nicht gibt, bin ich so weit in’s Landesinnere „vorgedrungen“, wie schon seit Langem nicht mehr auf der Tour. :-)

Im beschaulichen und absolut relaxten Parnaiba verbringe ich einige schöne Tage mit Strassenkünstlern. Eine Menge Leute verdienen hier ihr Geld mit „Artesanato“, der Herstellung von Schmuck. Ein Handwerk, das in vielen Städten verbreitet ist; hier in Parnaiba wird viel mit Leder gearbeitet, da dort die zugehörige Fabrik ansässig ist. Auch mir wird beigebracht, wie man hübsche Lederarmbänder ganz einfach herstellt :)
Mich zieht’s irgendwann trotzdem weiter und so mache ich mich auf den Weg Richtung Maranhão, dem nächsten Bundesland.
Hier lerne ich, warum der Regenwald Regenwald heisst… Aber nicht nur die Anzahl der Regenschauer pro Tag nimmt zu, auch die Luftfeuchtigkeit insgesamt nimmt zu. Regen“schauer“ ist eigentlich leicht untertrieben – in 10 Minuten kann hier durchaus so viel Wasser vom Himmel kommen, wie bei uns in drei Stunden…
Ich freunde mich aber ziemlich schnell mit dem Regen an, da er doch auch bedeutet, dass es bewölkt ist und somit die Temperaturen um wenige(aber wichtige!) Grad fallen.
Die Gegend wird langsam immer dünner besiedelt, der Wald dafür immer dichter und ich muss abends schon etwas mehr suchen, um eine freie Stelle für mein Zelt zu finden.
Da ich wirklich gerne in Belém ankommen möchte, um eine längere Radelpause einlegen zu können, entscheide ich mich gegen den Umweg über São Louis und fahre direkt weiter auf der BR-316, um die etwa 300km zu sparen. Dafür mache etwas später einen Umweg von knapp 200 km, da ich in Miranda do Norte die falsche Strasse genommen habe… Je weiter nördlich ich komme, desto weniger sind Orte ausgeschildert – hier quasi gar nicht mehr.
Auf meinem Umweg werde ich krank – das erste Mal und dann auch noch im Malariagebiet, bzw. in der Nähe… Natürlich schiebe ich sofort Malaria-Panik und bin froh, dass ich schnell einen Ort mit Apotheke(wo ich mir versichern lasse, dass ich nur eine Grippe habe), ausserdem Übernachtungsmöglichkeit mit Dach finde, um mich etwas zu schonen. Etwas blöd kommt man sich ja schon vor, wenn man bei 30 Grad eine Erkältung hat – etwas fehl am Platz ist dieser Begriff hier auch ;-)
Nach ein paar Tagen wieder völlig auf dem Damm und ohne grössere Zwischenfälle radel ich weiter Richtung Pará, dem Bundesland dessen Hauptstadt Belém ist.
Über die Grenze gekommen, mache ich erstmal grosse Augen: Ich komme mir vor, wie in einem anderen Land: nicht nur die Strasse ist unvergleichbar schlechter, auch komme ich mir so vor als gäbe es hier kaum noch Zivilisation.
Schon ganz zu Beginn in Brasilien wurde ich vor Pumas gewarnt – damals hatte mich Ralf am Telefon noch beruhigt – laut Internetrecherche gibt’s die nur in wenig besiedelten Gegenden – „Na Super!“ Denk ich mir jetzt. Auch weil diese Warnung ein paar hundert Kilometer früher von Einheimischen wiederholt wurde :(
Habe mich dann von Ortschaft zu Ortschaft gehangelt und eine Nacht im Hotel verbracht – bis ich wieder in dichter besiedelter Gegend war. :-)
Die letzten Kilometer vergehen dann auch plötzlich „wie im Flug“ und eines Vormittages komme ich dann in Belém an.
Nach dieser ganzen langen Zeit ohne auch nur einen anderen Gringo, bzw. einen Menschen der neben portugiesisch noch eine andere Sprache spricht, getroffen zu haben, sehne ich mich danach, mich mal wieder etwas leichter mit jemandem unterhalten zu können. Daher benutze ich das erste(!) Mal meinen Reiseführer um dort ein günstiges Hotel rauszusuchen. Hotel Fortaleza, „Beliebt bei Backpackern“, so der Kommentar. Keine 5 Minuten gesucht und schon gefunden, verweile ich dort immer noch. :)

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Blick aus dem Hotel Fortaleza

Beliebt vor allem bei französischen Backpackern, wie ich dann rausfinde und so habe ich wieder mal die Gelegenheit mein französisch zu benutzen.

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Eine ruhige, erholsame und überhaupt nicht langweilige Zeit verbringe ich hier in Belém. Im Laufe dieser Woche wird wahrscheinlich Kyle eintreffen und wir machen uns auf den Weg Richtung Santarém auf dem Amazonas… Höchst gespannt bin ich, was der Trip in der Hängemattenklasse der Linienschiffe des Amazonas uns an Erlebnissen bietet.

Karneval bis jetzt

Soviel zu meinem Versprechen… ich sollte vorsichtig sein was ich sage – Nunja, aber besser spät als nie, kommt nun doch noch der Bericht von unserem Karneval in Recife – da Bilder bekanntermassen ja mehr sagen als Worte, will ich das ganze mal versuchen anhand von Bildern zu dokumentieren :)

Offiziell startete Karneval Freitagabend, mit grossem Eröffnungsfeuerwerk – für uns ging´s Samstagvormittag los…:

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Tausende am Feiern und wir mittendrin – von links nach rechts: Ich, Käpt´n Phil, Timo, Kyle, Cecilie, Alice und Jo…
Alice und Cecilie stiessen vor Beginn des Karnevals zu uns aufs Boot. Von da an wohnten wir zu siebt auf der Libertalia :)

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Natürlich fehlte auch in Recife der klassische Umzug nicht…

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Den Samstagmittag verbringen wir noch in Recife – gegen Abend entdecken wir Olinda als DEN Karnevals-Spot wo wir den Rest des Karnevals verbringen werden… Oooolindaaa – Oooo…:)

Die nächsten Bilder müssen unbedingt als Serie betrachtet werden…:

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Man beachte worauf Phil’s Aufmerksamkeit gerichtet ist… ;) (und Jo’s…)

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Eines Tages verkleiden auch wir uns :)

Wie es dann weiterging werde ich jetzt mal in der Kurzfassung schreiben – einfach schon zu lange her und zu viel zwichendrin los gewesen…
Noch ca. 2 weitere Wochen verbringen wir an Bord der Libertalia – es gefällt uns einfach zu gut – ausserdem schlittern wir von einer Grillparty in die nächste und verkatrert kann ja schliesslich keiner losradeln ;)

Schliesslich trauen wir uns dann irgendwann, die Räder aus ihrem Loch unter Deck zu holen, zu inspizieren und zusammenzubauen. Lass uns sagen, es hätte schlimmer sein können – während Jo’s Rad das Salzwasser weitestgehen unbeschadet überstanden hat, muss ich mein komplettes Vorderrad neu einspeichen, da diese KOMPLETT durchgerostet waren… Zum Glück gibt es in Recife mehr als genug Fahrradläden!

raeder an deck

Eines Tages machen wir einen Ausflug mit der ganzen Gruppe, welche übrigens mittlerweile auf acht gewachsen ist – Niklas, alias „Alter Schwede“ stiess dazu, in den Touri-Ort „Porto de Galinhas“. Wir geniessen den Strand und Schnorcheln – dam mann hier wunderbare Riffe vor der Küste hat.

starnd-galinhas

jo schnorchelt

fische
Das erste mal dass ich so viele bunte Fische auf einem Haufen sehe – Wow!!

Schliesslich geht es dann doch los und wir machen unsere ersten Radelversuche auf dem Südamerikanischem Kontinent. An die Hitze müssen wir uns erst noch gewöhnen – meist machen wir mehrere Stunden Mittagschlaf und kommen so nur wenige Kilometer pro Tag voran…
Als Jo schliesslich erfährt, dass er heim muss befinden wir uns gerade etwas im Inland, kurz vor Goiana – die Strassenverhältnisse an der Küste waren weniger radelbar…
Nachdem wir uns verabschiedet hatten ging es für mich mit gemischten Gefühlen erstmal allein weiter – entlang der BR101, einer grossen Bundesstrasse, durchaus mit einer Autobahn zu vergleichen. Dafür aber mit breiten Seitenstreifen und durchgehend bis Natal – ohne plötzlichem Ende an einem Fluss oder ähnlichem…
Nach ein paar Tagen reinem Kilometerkillens an dieser unschönen Strasse komme ich nach Natal – dort treffe ich die aktuelle Libertalia-Crew, bestehend aus Phil und Kyle, wieder.
Ausserdem treffe ich Cecilie und Alice, welche das Boot aufgrund von Seekrankheit verlassen haben, wieder. Sie wollen sich mir für einige Zeit anschliessen und legen sich Räder und Equipment zu. Zwei Wochen später sind sie auch tatsächlich bereit, besser gesagt Alice ist bereit. Also radeln wir zu zweit los, Cecilie wird sich uns eine Woche später anschliessen…

drei

Am Strand in São Miguel do Gostoso:
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nice spot

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platten
Der Tag der platten Reifen – vier Platten an einem tag, verteilt auf zwei Räder… Dank meiner Marathon-Plus-Reifen blieb mein Rad verschont. (By the way: nur drei Platten auf über 4000km können sich sehen lassen…! Toitoitoi!!)

schoen
Schön!

nur probleme
Nur Probleme mit diesen brasilianischen Billigrädern…!

auch schoen
auch schön!

probleme
wie gesagt, nur Probleme ;)

In Areia Branca ist es dann schliesslich soweit – Cecilies Rad macht es nicht mehr und den Beiden geht die Zeit aus – also heisst es Bus für die Norwegerinnen und für mich allein weiterradeln. In den folgenden drei Tagen mache ich ordentlich Kilometer, zum Grössten Teil habe ich wunderschöne bis schöne Strassen, alle geteert und dan den Strand verirre ich mich nur einmal…(Ich habe mir geschworen, NIE mehr am Strand zu radeln – aus verschiedenen Gründen: Erstens bedeutet der Strand den Tod für mein armes Rad, zweitens ist es alles andere als spassig das voll beladene Rad kilometerlang durch den Sand zu schieben, weil Felsen den Strand unpassierbar machen…)

sandrad
Sand, einfach überall, nach den Strandfahrten stand erstmal Waschanlage auf dem Programm! Achja, den x-ten Speichenbruch sieht man hier übrigens auch, mittlerweile bin ich recht schnell im Speichen wechseln ;)

Vorgestern erreiche ich dann schliesslich Fortaleza – und treffe abermals die Crew der libertalia wieder! :)
Selbstverständlich stürzen wir uns ins Nachtleben und den gestrigen Tag verbringe ich im Bett, bzw. der Hängematte.
Mit Kyle werde ich den in näherer Zukunft den Amazonas hochschippern – das gilt es jetzt etwas zu planen und uns zu informieren….

Soweit von mir, ich hoffe es geht euch allen wunderbar! Macht es ganz gut, lasst von euch hören und geniesst die ersten warmen Tage…! :)

Ich beende jetzt die Marathon-Computer-Sitzung und freue mich auf eine Riesenportion Açai…!

Alles Liebe, euer Arne

P.S.: Hab das jetzt alles runtergeschrieben ohne gross auf Grammatik und/oder Tippfehler zu achten… hoffe es hält sich in Grenzen!

Schon ein Monat Brasilien…

…da wird´s ja mal wieder echt Zeit! Vor Allem weil so einiges passiert ist, was alles geändert hat – wahrscheinlich fang ich damit am besten auch gleich an: Vor einer Woche ist Jo leider abgereist, zurück nach Deutschland. Er musste erfahren, dass sein Cousin gestorben ist. Für ihn stand sofort fest, dass er möglichst zurück in die Heimat muss. Der Flug war schnell gebucht und mit der Zeitmaschine war er 12 Stunden später in Deutschland…

Was ist aber alles bis dahin passiert?
Capo Verde – Santo Antão, Boot gefunden – zum dritten Mal, Überfahrt – tolle Crew&viieel Zeit, Brasilien – Karneval in Recife und jetzt auch schon die 350 km „on the road“…

Aber jetzt nocheinmal ein bisschen ausführlicher: Nachdem Jo und ich in Capo Verde auf Sal von Bord geworfen wurden, warteten wir auf die wöchentliche Fähre nach Mindelo, nach zweieinhalb Tagen dort angekommen, entscheiden wir uns relativ schnell uns zu trennen – Jo hatte Lust Mindelo besser kennen zu lernen, mich zog es in die Natur und das Grün von Santo Antão. Nach einer knapp einstündigen Überfahrt in Porto Novo angekommen stand mir erst einmal wieder eine Inselüberquerung und etwa 1200 Höhenmeter bevor…
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Und das ganze auf Kopsteinpflaster…
(Bilder übrigens von Goolge, weil ich keinen Fotoapparat dabei hatte….)

Aber die haben sich wirklich gelohnt, seit Monaten habe ich mal wieder grüne Bäume und sogar ganze Wiesen gesehen :-)
Ganz gemütlich und mit viel Zeit, bin ich nach ein paar Tagen in Paúl, nahe Ribeira Grande angekommen, ein kleines Paradies mitten im Meer; am einzigsten Fluss der INsel gelegen, der das gesamte Jahr über Wasser führt, hing ich mit meiner Hängematte zwischen zwei Eukalyptusbäumen, umgeben von Bananen, Brotfruchtbäumen, Papaya und alles mögliche exotische mehr. Ziemlich schnell hatte ich mich mit den Nachbarn und anderen ‚Lokalen‘ angefreundet.
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Eines morgens schaltete ich mein Handy an, um zu sehen ob Jo sich eventuell schon bezüglich der Bootssuche gemeldet hat – ich ging aber eher davon aus, dass er noch gar nicht angefangen hatte. Nun, falsch gedacht, mindestens drei SMS hatte ich bereits von ihm empfangen und ich sollte mich so schnell wie möglich auf den Weg nach Mindelo machen – in ein paar Tagen sollte es schon los gehen. Abends war ich dann in Mindelo und wir haben auch gleich die Crew der Libertalia getroffen und einen Bier- und Grog-(kapverdischer Zuckerrohrschnaps) lastigen Abend am Billardtisch verbracht. Das sollte nicht der letzte bleiben….
Trotzdem hies es dann schliesslich „Leinen los!“ und wir legten ab, mit dem Ziel Recife, Brasilien. Nach einigen Runden im riesigen Hafenbecken und erfolglosem Wiederaufziehen der Genua entschied Käpt´n Phil, dass wir ohne Genua lossegeln und das unterwegs mitten auf dem Atlantik machen. Was an Tag 4 dann auch geschah – diesmal mit Erfolg!
Relativ schnell stand fest, dass ich zum grossen Teil den Schiffskoch übernehme, da ausser Kyle niemand grossartig daran interessiert war. So konnte ich mir jeden Tag Gedanken über´s Kochen machen und war voll in meinem Element :-) Jo fiel der technische Part zu, fast jeden TAg gab es irgendwas zu reparieren, von den Solarzellen über die Positionslichter bis hin zur Süsswasserpumpe, zu tun war genug für MacGyver, wie Jo relativ schnell von Phil genannt wurde.
Eingeteilt waren die Tage in drei, bzw. vier-Stunden-Schichten – je nach dem ob es sich um eine Tag- oder Nachtschicht handelte. Sehr genoss ich es in den NAchtschichten mit Pink Floyd oder Tschaikowsky´s Schwanensee auf den ohren auf Achterdeck zu stehen, das gesamt Boot zu überblicken wie es in der Dünung schwankt und wie eine kleine Nussschale im grenzenlosen Ozean still vor sich hin gleitet. Ich muss sagen, ich hätte es gegenteilig erwartet, aber: langweilig war mir nicht einen Augenblick. Und trotzdem wusste ich jeden Tag genau, Tag wieviel der Überfahrt es ist ;-)
Interessant wurde die Kochsituation, als wir feststellen mussten, dass wir nicht genug Ethanol für den Ethanolkocker an Bord dabei haben – ab sofort wurde Kaffe und Tee rationiert(gab es nur noch in wirklichen Ausnahmesituationen, wie zum Beispiel Timo´s Gebnurtstag, oder dem „Luxustag“), Nudeln schon in halb kochendes Wasser geworfen und Reis mehrere Stunden vor dem Kochen schonmal eingeweicht… Glücklicherweise hatten wir vier Säcke Kohle dabei – wir grillten alles: vom Fisch über die Pasta und dem Kaffe wurde alles auf dem Grill zubereitet :-)
Nach 16 Tagen, erreichten wir dann schliesslich trotz der am Ende ausgegangenen Zigarretten und der immer heikler werdenden Esssituation Land – pünktlich zum Karneval, welcher einen Tag später anfing. Dazu mehr im nächsten Blogeintrag! Versprochen, der wird nicht lang dauern…!

Anschauen!

Hi!
unser lieber Freund Timo hat das Boot und das Land verlassen und ist wieder in Hamburg.Er schreibt allerdings spannende Reisereportagen.Hier der Link zu seiner Seite: www.bruderleichtfuss.com
Viel Spass beim durchstöbern :-)

Land in Sicht!

…rief Jo heute am fruehen Vormittag, als sich die ersten Hochhaeuser von Recife, Brasilien, am Horizont abzeichneten.
Nach ueber 16 Tagen auf hoher See haben wir also tatsaechlich den Atlantik auf einem Segelschiff ueberquert!! Am spaeten Nachmittag haben wir dann schliesslich angelegt und haben seit langem mal wieder festen Boden unter den Fuessen gespuert.
Dies und dass alles ohne groessere Zwischenfaelle geklappt hat, muss jetzt natuerlich erstmal gebuehrend gefeiert werden – deshalb die Tage mehr von unseren Erlebnissen und Abenteuern auf See…

ganz liebe Gruesse,

sagt der Arne

Tag um Tag verschiebt sich die Abreise…

Nachdem wir eigentlich schon am Sonntag los wollten, dann am Montag, wird es jetzt vermutlich morgen – wenn denn dann beim Wiederaufziehen der Genua(dem vordersten Segel) sich nicht neue, bisher unbekannte Probleme auftun… ;-)

Heute verbrachte Kyle, einer der Crew-Mitglieder quasi den ganzen Tag im Klettergurt in 10m Höhe und reparierte die Aufrollvorrichtung der Genua – wir anderen waren derweil mit anderen Klienigkeiten wie zum Beispiel Problemen bei der Stromversorgung beschäftigt… aber keine Sorge, ds Boot ist bzw. wird voll seetauglich und wir sind alle guter Dinge, dass es morgen WIRKLICH losgeht. ;)

Morgen steht also gaaaanz früh aufstehen, dann Genua richten, Boot putzen und aufräumen, also klar Schiff machen, auf dem Programm. Also für alle, denen ich gesagt habe in maximal 16 Tagen sind wir in Brasilien – das ganze verschiebt sich um einen tag… :-) Mal sehen, so wie es aussieht reicht es ja trotzdem noch für den Karneval auf brasilianisch :-)

Nach mittlerweile schon drei Nächten auf der Libertalia und mehreren Alkohollastigen Nächten kennen wir die Crewmitglieder schon ganz gut und sind gespannt und freuen uns riesig auf die Atlantiküberquerung!

Ihr hört wieder von uns aus Brasilien!

Liebe Grüsse sagt der

Arne

Wieder stechen wir in See…

Tachle ihr alle!

Tatsächlich haben wir ein Boot gefunden, dass uns jetzt nach Brasilien bringt. Wir werden, wenn alle letzten Vorbereitungen getroffen sind, mit der LIBERTALIA in See stechen. Das wird vielleicht schon morgen sein…oder übermorgen:-) Das Boot ist sehr schön (nach unserem Geschmack) und die Crew ist super:-) (ebenfalls nach unserem Geschmack)
Unsere Fahrräder und das nicht ganz so knappe Gepäck konnte von uns gut an Deck und unter Deck untergebracht werden.

Unsere Räder an Deck der LIBERTALIA

Ich bin sehr gespannt, was für Erfahrungen wir auf diesem, mitlerweile drittem Boot auf unserer Reise, machen werden. Es fühlt sich gut an, was will man also mehr.
Liebe Grüsse schicke ich allen. Ich freue mich schon darauf in ca. zwei Wochen von diesem nächsten Abenteuerabschnitt, der uns jetzt bevorsteht berichten zu können!

Ahoi

Jo